Um es kurz zu machen: Da ein typischer Luftreiniger nicht über eine dezidierte Kühlfunktion verfügt, kann er die Lufttemperatur nicht absenken. Im Prinzip ist ein Luftreiniger ein Ventilator mit mechanischen oder elektrischen Filtern, der die Luft in einem geschlossenen Raum umwälzt. Nichtsdestotrotz gibt es einige Mechanismen wie ein Luftreiniger die Raumtemperatur zumindest gefühlt absenken kann. Wer etwas mehr investieren möchte, kann einen Luftreiniger mit Verdunster kaufen. Dieser ist dann in der Lage die Lufttemperatur zumindest ein wenig herunterzusetzen.
Luftreiniger sind mit Klimaanlagen nicht vergleichbar. Ihnen fehlt die komplette Kühleinheit, die eine Klimaanlage ausmacht. Um die Lufttemperatur im großen Maße abzusenken, wird diese Kühleinheit jedoch zwingend benötigt. Auch, wenn es häufig angenommen wird, besitzen Luftreiniger keine Kühlfunktion und können keine kalte Luft erzeugen.
Jedoch ist es möglich, dass Sie beim Betrieb von einem Luftreiniger eine gewisse Abkühlung wahrnehmen. Der Grund hierfür ist, dass der Luftreiniger die Luft wie ein Ventilator zirkulieren lässt. Allein durch die Bewegung der Luft werden Sie den Eindruck gewinnen, dass sich der Raum abkühlt. Dieser Effekt wird auch als Windchill bezeichnet. Dadurch, dass die bewegte Luft über ihre Haut hinwegbläst, wird ihrem Körper Wärme entzogen. Dies funktioniert ausgezeichnet, allerdings nur so lange die Lufttemperatur unter ihrer Körpertemperatur liegt. Die Luft selbst wird bei diesem Prozess jedoch nicht gekühlt.
Bekanntlich steigt warme Luft nach oben auf, während kalte Luft sich unten am Boden sammelt. Diesen physikalischen Effekt nutzen seit jeher Deckenventilatoren zu ihrem Vorteil aus. So hat sich bei diesen Geräten ein Sommer- und ein Wintermodus etabliert.
Im Sommermodus ist die Drehrichtung so eingestellt, dass ein Luftstrom von oben nach unten erzeugt wird. Die Luft wird direkt auf uns herunter geblasen und unsere Körperwärme wird abtransportiert. Der Raum fühlt sich kühler an. Im Wintermodus dreht der Deckenventilator genau andersherum, zieht die Luft vom Boden an und drückt die warme Luft von der Decke nach unten.
Wie bereits beschreiben, arbeiten Luftreiniger im Prinzip wie Ventilatoren. Da sie nicht an der Decke befestigt sind, können sie jedoch nicht direkt mit Deckenventilatoren verglichen werden. Je nach Modell und Hersteller unterscheiden sich die Luftreiniger deutlich bezüglich der Strömungsrichtung. Bei Luftreinigern für den Heimgebrauch gibt es hauptsächlich zwei Arten von Luftströmungskonzepten. Diese stellen wir Ihnen im Folgenden vor.
Strömungsrichtung nach oben: Das meistverbreitete Luftströmungskonzept bei Luftreinigern saugt die Luft von den Seiten an und bläst sie nach oben aus. Dieses Vorgehen führt dazu, dass warme Luft von der Decke nach unten befördert wird. Damit entspricht es in etwa dem Luftströmungsdesign, welches wir von dem Wintermodus bei Deckenventilatoren kennen. Wir können also festhalten, dass diese Art von Luftreinigern, was die Wärmeverteilung angeht, eher für den Winter geeignet ist. Im Sommer würde ein solcher Luftreiniger keinen Kühlungseffekt haben.
Strömungsrichtung zur Seite: Diese Art von Luftreinigern funktionieren genauso wie Turmventilatoren, mit dem Vorteil, dass sie noch zusätzlich die Luft reinigen. Die Luft wird von der Rückseite oder vom Boden angesaugt und nach vorne hin abgegeben. Einige Modelle können, wie die Standventilatoren, die Strömungsrichtung um ihre Hochachse oszillieren lassen. Dies hat den Vorteil, dass die Luft direkt auf über Ihre Haut streichen kann und Ihnen Körperwärme entzieht. Diese Luftreiniger senken die Raumtemperatur gefühlt ab, sodass Sie in der Sommersaison davon profitieren.
Da Luftreiniger die Raumluft nicht wirklich abkühlen können, fragen Sie sich sicherlich, welche Möglichkeiten es sonst noch gibt. Die gute Nachricht ist, dass es nicht unbedingt eine Klimaanlage sein muss. Es gibt noch ein paar sinnvolle Alternative, die Sie zusätzlich oder anstatt ihres Luftreinigers ausprobieren können: