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5 effektive Luftreiniger mit HEPA-Filter für saubere Luft

Luftreiniger mit HEPA-Filter sind in der Lage, kleinste Partikel wie Allergene, Viren und Feinstaub aus der Luft herauszufiltern.
Luftreiniger mit HEPA-Filter im Wohnzimmer. Reinigung der Luft von Feinstaub, Pollen, Viren und Hausstaub.
Photo 205450171 / Air Purifier © Kittichai Boonpong | Dreamstime.com

Von Viren über Feinstaub bis hin zu Pollen gibt es eine Vielzahl von Partikeln, die unsere Atemluft verunreinigen.

Das Problem ist nicht auf Stadtbewohner beschränkt. In vielen Fällen liegt die Quelle der Luftverschmutzung in unseren eigenen vier Wänden. Viele Aktivitäten in Innenräumen, wie Kochen oder das Abbrennen einer Kerze, führen zu einer erhöhten Konzentration von ultrafeinen Partikeln. Vor allem im Winter, wenn weniger gelüftet wird, ist dieser Effekt besonders ausgeprägt.

Kein Wunder also, dass Luftreiniger mit HEPA-Filtern in Privathaushalten immer beliebter werden. Diese speziellen Filter sind in der Lage, die Atemluft von kleinsten Partikeln wie Feinstaub und Viren zu befreien. Vor allem Allergiker spüren die Vorteile sauberer Luft unmittelbar, da HEPA-Filter auch Allergene und Pollen zuverlässig zurückhalten.

Kaufkriterien

  • Raumgröße

    Besonders wichtig ist, dass der Luftreiniger für die Größe des zu reinigenden Raumes geeignet ist. Meist gibt der Hersteller die maximale Raumgröße in Quadratmetern an. Während ein leistungsfähigeres Gerät kein Problem darstellt, ist ein zu schwaches Gerät nicht in der Lage, die Luft ausreichend zu reinigen. Sie werden keinen merklichen Unterschied in der Luftqualität feststellen. Wenn das Gerät über eine automatische Gebläsesteuerung verfügt, kann es außerdem vorkommen, dass es auf der höchsten Stufe durchläuft.

  • Reinigungsleistung

    Die Reinigungsleistung von Luftreinigern wird überwiegend mit der in den USA gebräuchlichen Kennzahl CADR (Clean Air Delivery Rate) angegeben. Diese Kennzahl gibt an, wie viel Luft das Gerät in einer Stunde filtern kann und wird in m³/h gemessen. Je höher der Wert, desto leistungsfähiger ist der Luftreiniger. Bei den meisten Haushaltsluftreinigern liegt der CADR-Wert zwischen 150 m³/h und 500 m³/h. Die Reinigungsleistung hängt erwartungsgemäß stark mit der empfohlenen Raumgröße zusammen.

  • Kosten für Ersatzfilter

    Leider sind Luftreiniger mit HEPA-Filtern mit Folgekosten verbunden. Mit zunehmender Verschmutzung nimmt die Reinigungsleistung der HEPA-Filter ab, bis sie schließlich ausgetauscht werden müssen. Je nach Nutzungsintensität ist mit Wechselintervallen von ca. 1 - 2 Jahren zu rechnen. Die Kosten für Ersatzfilter liegen je nach Größe zwischen 20 € und 50 €. Für gängige Geräte bekannter Marken sind häufig auch Fremdfabrikate erhältlich, die deutlich günstiger als die Originalfilter sind.

  • Luftqualitätssensor

    Hochwertige Luftreiniger besitzen neben einem Feuchte- und Temperatursensor auch einen Feinstaubsensor, genauer gesagt einen PM2,5-Sensor. Damit können Partikel ab einer Größe von 2,5 µm in der Luft erkannt und die Lüfterleistung automatisch an die vorhandene Schadstoffbelastung angepasst werden. In den meisten Fällen lassen sich die Luftreiniger mit dem Smartphone verbinden, so dass die genauen Sensorwerte und deren Historie jederzeit abgelesen werden können. VOC- (Volatile Organic Compounds) und Stickoxidsensoren sind hingegen selten in Luftreinigern verbaut.

Unsere Empfehlungen

1
unsere Top-Wahl

Philips AC2889/10

Erhältlich auf amazon.de
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Raumgröße: 79 m² | Reinigungsleistung: 333 m3/h | Luftqualitätssensor: PM2,5-Sensor |  Filtersystem: Aktivkohlefilter, HEPA-Filter

Vorteile:

  • hohe Filterleistung
  • per Smartphone App steuerbar
  • Nachtmodus und Lüfterstufe 1 sehr leise

Nachteile:

  • WLAN-Verbindung nur über 2,4 GHz
  • laut bei maximaler Leistung

Der Phillips AC2889/10 bietet genau die richtige Ausstattung und Leistung für den Privathaushalt. Mit einem CADR-Wert von 333 m3/h lässt sich die Luft auch in größeren Räumen schnell reinigen, wobei die niedrigen Lüfterstufen noch leise genug für den Betrieb im Schlafzimmer sind. Der HEPA-Filter erfüllt die Anforderungen der US-Norm und filtert somit 99,97 % aller Partikel aus der Luft. Zusätzlich ist ein Aktivkohlefilter gegen Gerüche und andere chemische Verbindungen eingebaut. Die Filter sind zwar nicht perfekt gegen das Gehäuse abgedichtet, aber die Raumluft durchströmt den Filter in der Regel mehrmals. Eine gewisse Leckage stellt daher kein Problem dar.

Zur Überwachung der Luftqualität und zur automatischen Steuerung des Ventilators ist ein PM2,5-Sensor eingebaut, der kleinste Partikel erkennt. Wer das Gerät mit der Smartphone-App koppelt, kann den Luftreiniger von überall aus fernsteuern und die Entwicklung der Luftqualität bequem überwachen.

2
für kleine Räume

Philips AC0830/10

Erhältlich auf amazon.de
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Raumgröße: 49 m² | Reinigungsleistung: 190 m3/h | Luftqualitätssensor: PM2,5-Sensor |  Filtersystem: HEPA-Filter

Vorteile:

  • unkomplizierte Bedienung
  • platzsparend

Nachteile:

  • HEPA-Filter Kategorie nicht spezifiziert
  • laut bei höherer Reinigungsleistung

Mit der Serie 800 hat Philips kleine und handliche Luftreiniger auf den Markt gebracht. Die Reinigungsleistung ist mit 190 m³/h erwartungsgemäß auf einem niedrigen Niveau. Das Gerät ist daher für kleinere Räume zu empfehlen. Die höchste Gebläsestufe bietet zwar eine gewisse Leistung, der Geräuschpegel ist dann aber entsprechend hoch. Ersatzfilter sind als reine HEPA-Filter oder in Kombination mit einem Aktivkohlefilter erhältlich. Somit ist es problemlos möglich, das Gerät mit einem Aktivkohlefilter nachzurüsten.

Leider ist keine genaue Spezifikation des HEPA-Filters angegeben. Es liegt daher die Vermutung nahe, dass ein EPA 12 Filter verbaut ist. Dies würde Sinn machen, da ein H13 oder H14 Filter für den kleinen Ventilator einen zu hohen Druckverlust hätte. Für die Reinigungsleistung kann dies sogar von Vorteil sein, da mehr Luft in kürzerer Zeit gereinigt werden kann. Dies ist vor allem bei kleinen Geräten ein wichtiges Kriterium.

3
unser Preis-Tipp

Soehnle Luftreiniger Airfresh Clean Connect 500

Erhältlich auf amazon.de
Zum Angebot

Raumgröße: 78 m² | Reinigungsleistung: 340 m3/h | Luftqualitätssensor: PM2,5-Sensor |  Filtersystem: Kombifilter mit Aktivkohlefilter & EPA-Filter

Vorteile:

  • günstige Ersatzfilter
  • UVC-Lampe gegen Keime
  • praktischer Kombifilter

Nachteile:

  • Filterwechsel etwas schwierig
  • Filterkategorie EPA 12 statt HEPA

Während die meisten Luftreiniger auf ein Filtersystem aus separatem Vorfilter, Aktivkohlefilter und HEPA-Filter setzen, geht Soehnle einen eigenen Weg und integriert diese drei Filter in einem einzigen Kombifilter. Zusätzlich ist im Inneren eine UVC-Lampe installiert, die im Filter abgeschiedene Keime abtötet. Der große Vorteil dieses Systems ist, dass nicht mehrere teure Filter gewechselt werden müssen, sondern nur ein Filter. Dieser ist zudem vergleichsweise günstig. Allerdings kann der Vorfilter nicht separat gewaschen werden. Hier wäre es sinnvoll, den Kombifilter gelegentlich mit einem Staubsauger vom gröberen Staub zu befreien.

Wie bei einigen anderen Luftreinigern ist auch in diesem Gerät statt eines HEPA-Filters ein Filter nach EPA 12 Standard eingebaut. Dadurch sinkt der Abscheidegrad auf 99,5%. Dies ist jedoch kein großer Nachteil, da die Raumluft den Luftreiniger in der Regel mehrfach durchströmt. Ansonsten hat der Luftreiniger von Soehnle eine hohe Reinigungsleistung, lässt sich per Smartphone-App steuern und überwacht die Luftqualität mit einem PM2,5-Sensor.

4
hohe Leistung

Philips AC4236/10

Erhältlich auf amazon.de
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Raumgröße: 158 m² | Reinigungsleistung: 610 m3/h | Luftqualitätssensor: PM2,5-Sensor, Gassensor |  Filtersystem: Aktivkohlefilter, HEPA-Filter

Vorteile:

  • sehr hohe Reinigungsleistung
  • steuerbar über Alexa und Google Home
  • mit Gassensor

Nachteile:

  • hoher Preis

Dieser leistungsstarke Luftreiniger von Philips hat eine Reinigungsleistung von 610 m³/h und eignet sich daher für besonders große Räume oder Umgebungen mit hoher Partikelbelastung. Aber auch in normalen Wohnräumen kann ein leistungsstarkes Gerät sinnvoll sein. Durch die große Filterfläche kann der Ventilator mit geringerer Leistung betrieben werden, was sich positiv auf den Geräuschpegel auswirkt.

Neben einem True-HEPA-Filter, der 99,97 % aller Partikel zurückhält, ist ein Aktivkohlefilter eingebaut. Damit der Aktivkohlefilter effizient genutzt werden kann, ist nicht nur ein PM2,5-Sensor, sondern auch ein Gassensor integriert. So können schädliche chemische Verbindungen erkannt und die Lüfterleistung entsprechend angepasst werden. Da HEPA-Filter dieser Größe nicht billig sind, wird die Lebensdauer in Abhängigkeit von der Staubbelastung und der Betriebszeit berechnet. So können die Filter optimal ausgenutzt werden.

5
mit H13 HEPA-Filter

Beurer LR 500

Erhältlich auf amazon.de
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Raumgröße: 106 m² | Reinigungsleistung: k.A. | Luftqualitätssensor: PM2,5-Sensor |  Filtersystem: Aktivkohlefilter, H13 HEPA-Filter

Vorteile:

  • vollwertiger H13 HEPA-Filter
  • Ein- und Ausschaltzeiten per App programmierbar
  • UV-Lampe tötet Keime ab

Nachteile:

  • keine Angabe der Reinigungsleistung
  • Registrierpflicht in der App

Der Beurer LR 500 ist einer der wenigen Luftreiniger, die mit einem H13 HEPA-Filter ausgestattet sind. Damit werden 99,95 % aller Partikel aus der Luft gefiltert. Das Filtersystem besteht aus einem Vorfilter und einem kombinierten HEPA-/Aktivkohlefilter. Zusätzlich gibt es eine UV-Lampe, die Keime und andere Mikroorganismen abtötet.

Neben einem PM2,5-Sensor ist auch ein Temperatur- und Feuchtesensor an Bord. So können jederzeit die wichtigsten Parameter der Raumluft abgefragt werden. An der Unterseite des Gerätes befindet sich zudem eine kleine LED-Leiste, die je nach Feinstaubbelastung die Farbe wechselt. Zusätzlich kann der Luftreiniger über WLAN mit der entsprechenden Smartphone-App gekoppelt werden. Zwar wird nur der WLAN-Standard mit 2,4 GHz unterstützt, dafür sind die Daten in der App sehr informativ und übersichtlich aufbereitet. Außerdem können in der App die Betriebszeiten des Luftreinigers vorprogrammiert werden, sodass sich der Luftreiniger zu bestimmten Zeiten automatisch ein- und ausschaltet.

Was kann ein Luftreiniger mit HEPA-Filter aus der Luft entfernen?

Um die Luftqualität in Innenräumen zu verbessern, sollten in erster Linie die Schadstoffquellen beseitigt und die Belüftung mit sauberer Außenluft sichergestellt werden. Leider ist beides nicht immer möglich, sodass auf Luftreiniger mit HEPA-Filtern zurückgegriffen werden muss.

Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um Geräte, die große und kleinste Partikel aus der Luft entfernen. Viele Partikel setzen sich jedoch auf Oberflächen wie Möbeln, Betten und Teppichen ab. Auch wenn Luftreiniger die Konzentration dieser Partikel langfristig verringern können, ist es dennoch wichtig, alle Oberflächen so sauber wie möglich zu halten.

HEPA-Filter
HEPA-Filter filtern mindestens 99,9 % der Partikel aus der Luft heraus.

Wenden wir uns nun der Frage zu, welche Partikel mit einem HEPA-Filter aus der Luft entfernt werden können. Im Allgemeinen können HEPA-Filter Partikel mit einem Durchmesser von 0,01 µm und größer zurückhalten, wobei ein Durchmesser von ca. 0,3 µm die größte Herausforderung darstellt. Dennoch liegt der Abscheidegrad selbst für Partikel von 0,3 µm bei über 99,9 %. Bei kleineren und größeren Partikeln liegt der Abscheidegrad noch höher. Durch die hervorragende Filterleistung können die meisten Schwebstoffe aus der Luft entfernt werden.

  • Pollen

    Bei Millionen von Menschen lösen bestimmte Pollen allergische Reaktionen in Form von Heuschnupfen aus. Vor allem im Frühjahr und Sommer, während der Blütezeit, ist die Pollenbelastung besonders hoch. Die Größe des Blütenstaubs liegt zwischen 10 µm und 100 µm. Luftreiniger mit HEPA-Filtern sind daher in der Lage, Pollen problemlos aus der Luft zu entfernen.

  • Hausstaub

    Der Hausstaub selbst verursacht keine Beschwerden, aber die darin enthaltenen Allergene der Hausstaubmilbe können eine Hausstauballergie auslösen.

    Dabei handelt es sich vor allem um den Kot, die Eier und die Überreste der Milbe. Diese Bestandteile verteilen sich als feiner Staub und können mit der Luft eingeatmet werden. Mit einer Größe von ca. 35 µm liegt dieser Staub in einem Bereich, der von HEPA-Filtern aus der Luft entfernt werden kann.

  • Allergene von Tieren

    Viele Menschen sprechen von einer „Tierhaarallergie“, wenn sie in der Nähe von Tieren husten und niesen müssen. Es sind jedoch nicht die Haare selbst, die die Allergie auslösen, sondern Proteine, die in den Hautschuppen, im Talg und im Schweiß der Tiere enthalten sind. Durch Kratzen oder Umherlaufen gelangen diese Partikel in die Luft und können eingeatmet werden.

    Luftreiniger mit HEPA-Filter können die Allergene aus der Luft filtern. Befindet sich gleichzeitig ein Tier im Raum, sollte es sich um ein möglichst leistungsstarkes Modell handeln. Andernfalls werden die Partikel nicht schnell genug entfernt.

  • Schimmelsporen

    Schimmel entsteht in Wohnräumen durch zu hohe Luftfeuchtigkeit - sei es durch falsches Lüften oder durch bauliche Mängel. Die Ausbreitung von Schimmelpilzen erfolgt über sogenannte Schimmelsporen in der Luft. Diese Schimmelsporen stellen in ausreichend hoher Konzentration ein Gesundheitsrisiko dar, sodass Schimmel in jedem Fall entfernt werden muss. Schimmelsporen haben eine Größe zwischen 3 µm und 200 µm und können mit einem Luftreiniger mit HEPA-Filter aus der Luft gefiltert werden.

    Schimmel am Fenster
    Schimmel in der Nähe vom Fenster

    Auch wenn dadurch die schädlichen Sporen deutlich reduziert werden können, sollte auf eine Entfernung des Schimmels nicht verzichtet werden.

  • Feinstaub

    Feinstaub ist ein Luftschadstoff mit negativen Auswirkungen auf die Gesundheit. Für die Messung von Feinstaub sind wohl die beiden US-Richtlinien PM10 und PM2,5 am bekanntesten. PM10 beschreibt alle Partikel mit einem Durchmesser von 10 µm oder weniger. Feinere Partikel mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 µm werden als PM2,5 bezeichnet. PM2,5 ist also eine Untermenge von PM10.

    Größe PM10 und PM 2,5 Staubpartikel im Vergleich zu einem Haar
    Größenvergleich der Feinstaubpartikel PM10 und PM2,5

    Die Emissionsquellen und auch die chemische Zusammensetzung von PM10 und PM2,5 sind in der Regel unterschiedlich. Der größte Teil von PM2,5 und ein erheblicher Teil der PM10-Belastung der Außenluft stammen aus der Verbrennung von Benzin, Diesel, Öl oder Holz. Weiterhin enthält PM10 auch Staub von Baustellen, Waldbränden und der Abfallverbrennung. Ebenso kann PM10 die bereits erwähnten Pollen enthalten. Sowohl PM2,5 als auch PM10 können eingeatmet werden und lagern sich an unterschiedlichen Stellen ab. Während sich PM10 eher im oberen Bereich der Lunge ablagert, dringt PM2,5 tief in die Lunge ein und kann sogar ins Blut übergehen. Beide Partikelkategorien stellen in hohen Konzentrationen ein Gesundheitsrisiko dar und sollten nicht über längere Zeit eingeatmet werden.

    In Innenräumen stammt ein Teil des Feinstaubs von außen und gelangt durch Türen und Fenster in die Räume. Ein anderer Teil besteht aus verschiedenen Allergenen wie Schimmelsporen. Aber auch Tätigkeiten wie Rauchen oder Kochen erzeugen kleinste Partikel. Luftreiniger mit HEPA-Filter sind in der Lage, sowohl PM10 als auch PM2,5 aus der Luft zu filtern. Einige Modelle verfügen sogar über einen integrierten PM2,5- oder PM10-Sensor. So kann der Ventilator je nach Partikelkonzentration in der Luft automatisch geregelt werden. Außerdem erhalten Sie einen Überblick darüber, welche Aktivitäten die Feinstaubkonzentration in Ihren Räumen beeinflussen.

  • Bakterien und Viren

    Spätestens seit COVID-19 werden Luftreiniger immer wieder als Mittel der Wahl gegen die Verbreitung von Viren über die Luft angepriesen. Mit einer Größe von 0,02 µm bis 0,3 µm sind Viren deutlich kleiner als beispielsweise Feinstaub. Um einige populäre Beispiele zu nennen: Influenza-Viren haben eine Größe von 0,08 µm bis 0,12 µm. Das SARS-CoV-2 (Coronavirus) ist mit maximal 0,14 µm etwas größer. Viren kommen häufig in Aerosolen oder feinen Tröpfchen vor, die in der Luft schweben und eine Größe von 0,4 µm bis 0,5 µm haben. Bakterien sind in der Regel etwas größer und messen zwischen 0,2 µm und 2 µm.

    Die Frage ist nun, ob HEPA-Filter auch derart kleine Partikel aus der Luft filtern können. Um es kurz zu machen: Ja! Wie wir später sehen werden, spielen bei der Filtration je nach Partikelgröße unterschiedliche Effekte eine Rolle. So sind HEPA-Filter in der Lage, auch Viren mit einem Durchmesser von 0,02 µm zuverlässig aus der Luft zu entfernen.

Wie funktionieren HEPA-Filter?

HEPA-Filter haben ihren Ursprung im Zweiten Weltkrieg und wurden seitdem ständig weiterentwickelt. Heute sind sie in der Lage, die Luft von mehr als 99,95 % aller Partikel zu reinigen. Für den Abscheidegrad gibt es verschiedene Spezifikationen wie H13 und H14, auf die später noch eingegangen wird.

Moderne HEPA-Filter bestehen meist aus Glas- oder Polypropylenfasern mit einem Durchmesser zwischen 0,5 µm und 10 µm. Diese Fasern werden zu Matten verarbeitet und in zufälligen Richtungen angeordnet. So entsteht ein Labyrinth, durch das sich die Luft ihren Weg suchen muss. Anschließend werden mehrere Matten übereinander gelegt und lamellenförmig in einen Rahmen eingebaut, um die Filterfläche zu vergrößern. Einige Materialien ermöglichen auch das Auswaschen des Filters. Der Wasch- und Trocknungsprozess ist jedoch wesentlich komplizierter und langwieriger, als es sich anhört.

lose Galsfasern auf einem Haufen
Das Grundmaterial von HEPA-Filtern sind meist Glasfasern. Diese werden zu Matten verarbeitet.

HEPA-Filter sind aufgrund der zufälligen Anordnung von Fasern unterschiedlicher Dicke nicht homogen. Dies ist jedoch kein Nachteil, da verschiedene Effekte bei der Filtration eine Rolle spielen:

  • Sieben

    Dies ist der gebräuchlichste Mechanismus in der Filtration und funktioniert ähnlich wie ein Küchensieb. Partikel, die zu groß für die Zwischenräume der Fasern sind, werden zurückgehalten. Dies betrifft vorwiegend Partikel ab einer Größe von 1 µm.

  • Trägheit

    Der Trägheitseffekt tritt nur bei schweren Partikeln auf. Diese passen zwar prinzipiell in die Zwischenräume der Fasern, sind aber zu schwer, um dem Luftstrom zu folgen. Ändert die Luft ihre Richtung, um einer Faser auszuweichen, bewegen sich die schweren Partikel geradlinig weiter und treffen auf die Glasfasern. Dort werden sie aufgefangen und festgehalten.

  • Sperreffekt (Interzeption)

    Der Sperreffekt tritt primär bei mittelgroßen Partikeln auf. Diese haben eine sehr geringe Trägheit und können der Strömung leicht folgen. Kommen die Partikel jedoch einer Faser zu nahe, bleiben sie aufgrund der Adhäsionskräfte haften.

  • Diffusion

    Partikel mit einer Größe von weniger als 0,3 μm werden in einem HEPA-Filter durch Diffusion abgeschieden. Die Partikel sind so klein, dass sie mit den Gasmolekülen kollidieren. Dadurch werden die Partikel von ihrer Flugbahn im Luftstrom abgelenkt und kollidieren schließlich mit den Fasern des Filtermediums. Die Partikel bleiben dann an den Fasern haften. Dieser Mechanismus ist vorrangig bei niedrigen Luftgeschwindigkeiten zu beobachten.

Schematische Darstellung der Filtermechanismen: Trägheitseffekt, Sperreffekt, Diffusion
Die drei im HEPA-Filter vorherrschenden Filtermechanismen: Trägheitseffekt, Sperreffekt und Diffusion

Natürlich ist der Abscheidegrad nicht für alle Partikelgrößen gleich. Für Partikel mit einer Größe von 0,3 μm ist die Filterung am ineffizientesten. Aufgrund der physikalischen Eigenschaften von Partikeln nimmt die Abscheideleistung eines HEPA-Filters zu, wenn die Partikelgröße sowohl kleiner als auch größer als 0,3 μm ist. Trotz der geringeren Effizienz bei 0,3 μm liegt der Abscheidegrad von HEPA-Filtern in diesem Größenbereich immer noch über 99,9 %.

Effizient von HEPA-Filter über Partikeldurchmesser
Für sehr kleine und größere Partikel ist die Effektivität von HEPA-Filtern am höchsten. Bei 0,3 μm ist die Filterleistung am niedrigsten.

H13 und H14 HEPA-Filter für Luftreiniger

Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass der Begriff „HEPA“ nicht geschützt ist. Daher bezeichnen einige Hersteller von Luftreinigern ihre eingebauten Filter gerne als „HEPA“, obwohl sie keiner anerkannten Norm entsprechen. Dies bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Filter schlecht sind oder nicht so gut funktionieren wie zertifizierte HEPA-Filter. Allerdings gibt es auch keine Sicherheit und man muss dem Hersteller vertrauen.

Grundsätzlich können HEPA-Filter nach europäischer oder amerikanischer Norm definiert sein. Der Wirkungsgrad der Filter wird immer für die am schwierigsten zu filtrierende Partikelgröße angegeben (MPPS = most penetrating particle size). Im Falle von HEPA-Filtern würde sich beispielsweise ein Abscheidegrad von 99,95 % auf Partikel mit einer Größe von 0,3 μm beziehen.

Nach der europäischen Norm EN 1822 gibt es verschiedene Klassen für Schwebstofffilter (siehe Tabelle). Nur die Klassen H13 und H14 werden als HEPA bezeichnet. Nach der amerikanischen Norm DOE-STD-3020-97 müssen HEPA-Filter einen Abscheidegrad von mindestens 99,97 % MPPS aufweisen und werden häufig als "True HEPA" bezeichnet. Dies entspricht in etwa der Filterklasse H13.

Filter­klasse Abscheide­grad Durchlass­grad
E12 99,5 % 0,5 %
H13 99,95 % 0,05 %
True HEPA
(US-ameri­kan­ische Norm)
99,97 % 0,03 %
H14 99,995 % 0,005 %

Vielleicht denken Sie jetzt, dass ein Luftreiniger mit HEPA-Filter der Klasse H13 oder H14 für Ihr Zuhause sinnvoll wäre. Allerdings werden diese Filterklassen hauptsächlich im professionellen Umfeld, wie OP- oder Reinräumen, verwendet. Mobile Luftreiniger für den privaten Gebrauch haben aus guten Gründen meist nicht solch teure und große Filter verbaut.

Für die Luftreinigung ist nicht nur der Filterwirkungsgrad entscheidend, sondern auch die Luftmenge, die in einer bestimmten Zeit gereinigt werden kann (CADR-Wert). Filter der Klassen H13 und H14 haben einen hohen Druckverlust, so dass kleine Geräte nicht ausreichend saubere Luft erzeugen können. Natürlich könnte das Gebläse schneller laufen, allerdings erhöht sich dadurch der Geräuschpegel und der Stromverbrauch.

In vielen Fällen ist es daher vorteilhaft, z. B. einen Filter der Klasse E11 anstelle eines Filters der Klasse H13 zu verwenden. Dadurch sinkt zwar der Abscheidegrad auf 95 %, aber durch den geringeren Druckverlust kann mehr Luft gereinigt werden. Zu beachten ist auch, dass die Luft (bei geschlossenem Fenster) mehrmals durch den Luftreiniger strömt. Beim ersten Durchgang werden 95 % der Partikel abgeschieden, beim zweiten Durchgang ebenfalls 95 %. Kleine Undichtigkeiten rund um den Filter oder ein etwas geringerer Abscheidegrad können durch einen höheren CADR-Wert überkompensiert werden.

Es ist also nicht unbedingt ein HEPA-Filter der Klasse H13 oder H14 erforderlich. Im Privathaushalt ist es sogar wirtschaftlicher, darauf zu verzichten. Die meisten seriösen Hersteller von Luftreinigern geben sehr detailliert an, welcher Norm ihre Filter entsprechen und wie gut die Filterleistung ist.

Pflege und Wartung von Luftreinigern mit HEPA-Filter

Ein Luftreiniger mit HEPA-Filter hat viele Vorteile. Allerdings müssen sie auch regelmäßig gereinigt und die Filter von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden. Um Ihnen zu zeigen, welche Aufgaben auf Sie zukommen, fassen wir hier die wichtigsten Arbeitsschritte zusammen. Für die detaillierte Vorgehensweise empfehlen wir Ihnen, die Bedienungsanleitung zu konsultieren.

  • Entfernen Sie regelmäßig den Staub von Ein- und Auslassgittern: An den Ein- und Auslassgittern setzt sich besonders viel Staub ab. Saugen Sie diese Bereiche ab oder reinigen Sie sie mit einem Staubtuch.
  • Reinigen Sie wöchentlich den waschbaren Vorfilter: Damit der HEPA-Filter nicht sofort durch groben Staub verstopft, haben die meisten Luftreiniger einen waschbaren Vorfilter. Damit dieser seine Leistung nicht verliert, sollte er mindestens einmal pro Woche mit dem Staubsauger oder unter fließendem Wasser gereinigt werden.
  • Reinigung des Luftqualitätssensors: Verfügt Ihr Luftreiniger über einen Luftqualitätssensor (z.B. PM2,5-Sensor), muss auch dieser alle paar Monate mit einer weichen Bürste vom Staub befreit werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Luftqualität korrekt gemessen wird.

Der HEPA-Filter und, falls vorhanden, der Aktivkohlefilter können nicht gereinigt werden, sondern müssen nach einer bestimmten Betriebszeit ausgetauscht werden. Die Lebensdauer eines HEPA-Filters beträgt je nach Hersteller und Nutzungsintensität zwischen 6 Monaten und 3 Jahren.

Die Lebensdauer hängt jedoch nicht vom Alter des Filters ab, sondern davon, wie viele Partikel bereits im Filter abgeschieden wurden. Daher ist es relativ schwierig, den richtigen Zeitpunkt für den Austausch des HEPA-Filters zu bestimmen.

Gegenüberstellung neuer und alter HEPA-Filter
Der linke HEPA-Filter ist neu, während der rechte das Ende seiner Einsatzzeit erreicht hat.

Die meisten preiswerten Luftreiniger haben keine Anzeige, wann der Filter gewechselt werden muss. In diesem Fall bleibt nur die visuelle Kontrolle, ob der Filter verschmutzt ist. Natürlich ist es auf diese Weise fast unmöglich, die Lebensdauer des Filters richtig einzuschätzen. Sie laufen also Gefahr, den Filter entweder zu spät oder zu früh zu wechseln.

Luftreiniger mit Filterwechselanzeige sind daher sehr praktisch. In den meisten Fällen zählen sie einfach die Betriebsstunden, unabhängig von der Staubbelastung und der Lüfterstufe. Auch wenn diese Methode nicht perfekt ist, gibt sie im Durchschnitt einen guten Hinweis darauf, wann der Filter gewechselt werden muss. Einige Geräte beziehen sogar die Staubbelastung und andere Sensordaten in ihre Berechnungen mit ein. Dies führt zu einer noch genaueren Vorhersage der Lebensdauer des HEPA-Filters.

Luftreiniger mit HEPA-Filter im Test

Obwohl Luftreiniger mit HEPA-Filtern im privaten Bereich immer beliebter werden, gibt es nur wenige aussagekräftige Testberichte zu diesen Geräten. Wer jedoch bereits bestimmte Modelle im Auge hat, findet im Internet Test- und Erfahrungsberichte von Blogs oder Fachzeitschriften. Einen guten Überblick mit aussagekräftigen Testergebnissen bietet die Stiftung Warentest. Das Testinstitut hat zuletzt im Januar 2022 (Stand: Juli 2023) sieben Luftreiniger nach einer festgelegten Methodik getestet. Neben einem HEPA-Filter verfügen die Geräte auch über einen Aktivkohlefilter, der ebenfalls bewertet wurde. Die ausführlichen Testergebnisse mit dem Testsieger können gegen eine geringe Gebühr freigeschaltet werden.

Testberichte, die nur den HEPA-Filter als einziges Kriterium zur Bewertung der Reinigungsleistung heranziehen, haben wir nicht gefunden. Auch Tests von Luftreinigern mit H13- oder H14-HEPA-Filter sind kaum vorhanden. Hierbei handelt es sich jedoch um professionelle Geräte. Hier sollte man sich vor dem Kauf am besten vom Fachhändler beraten lassen.

test-reports.de hat keine eigenen Produkttests von Luftreinigern durchgeführt. Um Ihnen dennoch einen aussagekräftigen Produktvergleich bieten zu können, werten wir verschiedene Informationsquellen aus. Neben technischen Produktdaten stützen wir uns auf die Bewertungen der Fachpresse sowie auf Bewertungen aus Testberichten und Kundenmeinungen diverser Online-Shops.

FAQ

Welcher ist der beste Luftreiniger mit einem HEPA-Filter?

Die Antwort hängt stark von der Größe des zu reinigenden Raumes und der gewünschten Ausstattung ab. Gute Luftreiniger mit HEPA-Filter sind beispielsweise:

  • Philips AC2889/10
  • Soehnle Luftreiniger Airfresh Clean Connect 500
  • Philips AC0820/10

Was ist ein HEPA-Filter?

HEPA steht für High-Efficiency Particulate Air und bezeichnet Schwebstofffilter. Diese Filter können sehr feine Partikel wie Bakterien, Viren, Schimmelpilzsporen, Pollen und Feinstaub aus der Luft filtern. Bei Partikeln mit einem Durchmesser von 0,3 Mikrometern beträgt der Abscheidegrad mindestens 99,95 %.

Was ist der Unterschied zwischen H13 und H14 HEPA-Filtern?

H13 und H14 sind Filterklassen nach der europäischen Norm EN 1822. Während Filter der Klasse H13 99,95 % aller Partikel mit einer Größe von 0,3 Mikrometer aus der Luft herausfiltern, entfernt die Klasse H14 99,995 dieser Partikel. H14-Filter sind also zehnmal wirksamer als H13-Filter.

Welche Reinigungsleistung sollte ein Luftreiniger mit HEPA-Filter haben?

Die erforderliche Reinigungsleistung wird mit dem CADR-Wert gemessen. Dieser beschreibt die Luftmenge, die in einer Stunde gefiltert werden kann. Je nach Raumgröße sollte der CADR-Wert zwischen 150 m³/h und 500 m³/h liegen.

*Alle Preise inkl. der jeweils geltenden gesetzlichen Mehrwertsteuer, ggfs. zzgl. Versandkosten. Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen sind in der Zwischenzeit möglich.

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